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Tanzende Nonnen auf der Bühne


Auftritt im Sennfelder Festsaal

Tanzende Nonnen auf der

Bühne


Sieben "Sisters" bezogen bei ihrem Konzert das Publikum mit ein

Sennfeld. Tanzende Nonnen nach der Musik von den Backstreetboys - im gut gefüllten Festsaal in Sennfeld wurde am Samstagabend das Publikum Zeuge, wie die sieben "Sisters" nicht nur diese Musikrichtung, sondern auch klassische Kirchengesänge, HipHop, Pop und vieles mehr umzusetzen wußten. So begeisterten sie ihr recht unterschiedliches Publikum mit Titeln wie "Nonne", dessen Melodie und Text Anlehnung an das freche Lied "Mädchen" von Lucilectric bot, "Ein Platz im Himmel" (Jürgen Drews: "Ein Bett im Kornfeld") oder "Er ist hier", frei nach den "Fantastischen 4" mit ihrem Song "Sie ist weg".
Auch Kirchgängern wohlbekannte Melodien wie "Lobet den Herrn" und "Nimm mein Leben" gaben die Akteurinnen auf der Bühne mit einem Stimmvolumen zum Besten, daß sogar gestreßten Gottesdienstgegnern diese Musik schmackhaft gemacht wurde. Mit kabarettähnlichen Einlagen wurde das Tanz- und Gesangsstück immer wieder mit Episoden aus dem Leben der "Sisters" aufgelockert. Die sieben Freundinnen, die im wirklichen Leben Krankenschwester, Köchin, Optikerin oder Lehrerin sind, wollten mit ihren Denkanstößen den Menschen einmal auf ganz einfache Art und Weise zeigen, wo Gott überall vertreten sein kann.
Selbst das ältere Publikum schien an der modernen Umsetzung Gefallen zu finden.
Gegen Ende der anderthalbstündigen Aufführung
kam wie bei einem amerikanischen Gospelgottesdienst das Publikum selbst zum Einsatz. Ein Höhepunkt des Abends bot sicherlich das Solo von Martina Knörzer mit dem Titel "Lean on me", die mit ihrer Rolle als Schwester Azalea-Benjamina-Chrysanthema trotz Fußverletzung glänzte. Initiiert wurde der Abend von der Evangelischen Bezirksjugend Adelsheim/Boxberg. Die aus dem Taubertal stammenden sieben "Gebetsschwestern" touren nun schon seit vier Jahren durch ganz Süddeutschland, hatten aber auch schon Auftritte im Ruhrgebiet. Entstanden war die Idee aus dem Vorschlag, auf einer Hochzeit einige Lieder singen.
Und was am Anfang nur eine Eintagsfliege zu sein schien, so berichtet Ralf Baumann, der Manager der Gruppe, wurde auf Grund der großen Nachfrage schnell zum richtigen Musical. Daß sie deshalb aber trotzdem keine Showstars sind, sondern diese Auftritte gerade wegen der Möglichkeit publikumsnah zu agieren, so schätzen, stellten sie nach ihren drei Zugaben unter Beweis. Sie verschwanden nicht einfach hinter der Bühne, sondern mischten sich unter das Publikum, waren offen für Kritik, Verbesserungsvorschläge, aber natürlich auch für Lob. Wer schon von "Sister Act" mit Whoopi Goldberg im Kino begeistert war, wurde an diesem Abend sicherlich nicht enttäuscht.
kep